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title: Geschichte
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 ![Kirche Stapelage](https://qr.hoerste.org/001/Kirche_Bild.png)GESCHICHTE

# Kirche

 Das eindrucksvollste Bauwerk Stapelages ist die Kirche. Ihre Gründung geht in die karolingische Zeit zurück. Wahrscheinlich befand sich hier eine den heidnischen Göttern geweihte Kultstätte. Spätestens als die Karolinger den sächsischen Hof in eine karolingische *curtis* (Gutshof) verwandelten, baute man an der Stelle der Kultstätte eine dem Apostel Petrus geweihte kleine Kirche.

 Ausgrabungen und Bauforschungen haben sechs Steinbauperioden ergeben: Zuerst einen kleinen Saalbau, dann einen turmartigen Vorbau im Westen mit einem christlichen Doppelgrab. Bald nach 800 wurde der Westturm abgerissen und die Saalkirche bis über das Doppelgrab erweitert. Dabei entstand ein karolingisches Westwerk mit Vorhalle und Herrschaftsempore.

um 1100

 Anstelle des Westwerkes wurde ein romanischer Turm errichtet, dessen Erdgeschoss eine Taufkapelle erhielt. Über ihr befand sich die Herrschaftsempore für den Gerichts- und Gaugrafen des Havergau.

 Um 1321 erfolgte der Umbau der romanischen in eine gotische Kirche mit Spitzbögen auf Wandpfeilern. Sie war der Jungfrau Maria, dem Apostel Petrus und dem Heiligen Urbanus geweiht.

 Der Turm blieb unverändert romanisch, auch dann, als man bei dem barocken Umbau im Jahre 1761 die Gewölbe aus der Kirche entfernte und das Kirchenschiff nach Süden verbreiterte.

 Heute zeigt sich die Kirche mit einem barocken, nach der Art einer reformierten Predigtkirche eingerichteten Kirchenschiff und einem romanischen Turm, dessen Süd- und Westwand um 1100 auf den Mauern der karolingischen Kirche errichtet wurde.

 **ca. 1.200 Jahre**  Das karolingische Mauerwerk im unteren Teil des Turmes ist wohl das älteste Mauerwerk im alten Sachsenland.  

 **um 1100**  Das Taufbecken wurde aus dem Material der Externsteine geschaffen und zählt zu den ältesten Taufbecken Ostwestfalens.  

 **über 650 Jahre**  So alt sind die beiden Linden am Turm der Kirche.  

 Das Taufbecken in der Kirche wurde 1100 aus dem Material der Externsteine geschaffen und zählt zu den ältesten Taufbecken Ostwestfalens. Erstaunlich ist auch das Alter der beiden Linden am Turm; sie sind über 650 Jahre alt.

 FRIEDHOFSWESEN

## Die Friedhöfe in Stapelage

 Der ursprüngliche Friedhof für die Gemeinden Augustdorf, Hörste, Pivitsheide und Stapelage bestand bis zum Jahr 1879.

1879

 Für die Gemeinden Stapelage und Billinghausen wurde ein neuer kirchlicher Friedhof auf einem Stück Pfarrland angelegt.

 Später wurde dieser Friedhof erweitert, weil immer mehr Bestattungen hinzukamen. Im Jahre 1960 war der Friedhof fast vollständig belegt und die Kirchengemeinde plante einen neuen Friedhof an einer etwas ruhigeren Stelle wegen der Zunahme des Straßenverkehrs.

 Doch es kam anders. Die politischen Gemeinden Billinghausen und Hörste übernahmen das Friedhofswesen und pachteten in Erbpacht ein Stück Pfarrland zur Anlegung eines neuen Friedhofs mit der Verpflichtung, den alten Friedhof ebenfalls zu übernehmen.

 Auf dem neuen Friedhof wurde eine Leichenhalle mit Aufbewahrungsraum gebaut. Die Kirchengemeinde räumte den politischen Gemeinden das Recht ein, alle christlichen Bestattungen der evangelischen und katholischen Kirche von der Kirche zu Stapelage aus vorzunehmen. Trauerfeiern für Verstorbene, die nicht diesen beiden Kirchen angehören, finden im Aufbewahrungsraum der Leichenhalle statt.

 **Eine Besonderheit in Stapelage** Als einziger Hof der Gemeinde Stapelage hat das Gut Stapelage die staatliche Genehmigung, für die Familie seiner Besitzer einen Privatfriedhof zu unterhalten.

 Quelle: Leopold Möller, *„Stapalage – Zwischen Sachsenmission und Gegenwart“*, Detmold 1988 

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